Lena Urzendowsky ist eine deutsche Schauspielerin und Drehbuchautorin aus Berlin. International bekannt wurde sie durch das Drama „In die Sonne schauen” von Mascha Schilinski, das bei den 78. Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2025 den Preis der Jury ex aequo gewann – gemeinsam mit „Sirât” von Óliver Laxe. Der folgende Beitrag fasst ihren Werdegang, ihre Filmografie und ihr aktuelles Engagement zusammen.
Steckbrief: Lena Urzendowsky im Überblick
| Angaben | Daten |
|---|---|
| Name | Lena Urzendowsky |
| Geboren | 16. Februar 2000 in Berlin (Friedrichshain) |
| Aufgewachsen in | Steglitz und Schöneberg, Berlin |
| Beruf | Schauspielerin, Drehbuchautorin |
| Ausbildung | Stage Factory Berlin (2005–2012); Stella Adler Studio of Acting, New York (2022) |
| Studium | Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin |
| Aktuelles Engagement | Ensemble Schauspielhaus Zürich (seit Spielzeit 2025/2026) |
| Agenturen | Players (Deutschland) |
Frühe Jahre und Ausbildung der Berliner Schauspielerin
Lena Urzendowsky kam am 16. Februar 2000 in Berlin zur Welt. Ihre Mutter Jeanette und ihr älterer Bruder Sebastian Urzendowsky sind ebenfalls Schauspieler. Bereits mit fünf Jahren entdeckte sie nach dem Besuch eines Kindermusicals im Friedrichstadt-Palast ihre Leidenschaft für die Bühne. Von 2005 bis 2012 besuchte sie die Stage Factory Berlin und schloss dort als „Beste Schülerin des Jahres” ab.. 2018 legte sie ein zweisprachiges deutsch-französisches Abitur ab. Parallel zu ihrer Schauspielarbeit studiert sie Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Im Sommer 2022 vertiefte Lena Urzendowsky ihre darstellerische Ausbildung am Stella Adler Studio of Acting in New York.
Filme und Serien von Lena Urzendowsky
Ihr Filmdebüt gab sie 2014 als Räubertochter in der ZDF-Verfilmung „Die Schneekönigin”. 2016 spielte sie in dem Fernsehfilm „Das weiße Kaninchen” die Hauptrolle der dreizehnjährigen Sara Rost, ein Opfer von Cybergrooming. Für diese Rolle erhielt sie den Grimme-Preis (gemeinsam mit dem Hauptteam), den Günter-Strack-Fernsehpreis und den Studio Hamburg Nachwuchspreis. Im selben Jahr war sie auch in „Bibi & Tina: Mädchen gegen Jungs” zu sehen.
Zwischen 2017 und 2020 wirkte die Berlinerin in mehreren Folgen der Netflix-Serie „Dark” mit. 2018 spielte sie an der Seite von Thomas Schmauser in dem TV-Porträt „Der große Rudolph” über den Münchner Modemacher Rudolph Moshammer und wurde dafür mit dem Hessischen Fernsehpreis, dem Förderpreis des Deutschen Fernsehpreises und dem Deutschen Schauspielpreis ausgezeichnet. Mit der Coming-of-Age-Geschichte „Kokon” feierte sie 2020 ihre Berlinale-Premiere und gewann 2021 den Bayerischen Filmpreis gemeinsam mit Regisseurin Leonie Krippendorff.
2021 folgte die Rolle der Stella in der Amazon-Serie „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo”. Ab der zweiten Staffel ist sie zudem in der Netflix-Produktion „How to Sell Drugs Online (Fast)” als Hackerin Kira zu sehen. 2023 spielte sie Manu in der Amazon-Prime-Serie „Luden – Könige der Reeperbahn”, Franky in der Tragikomödie „Franky Five Star” und Susi in der Komödie „791 km” von Regisseur Tobi Baumann an der Seite von Iris Berben und Joachim Król. Bei „Zwischen uns der Fluss” wirkte sie erstmals zusätzlich als Co-Autorin am Drehbuch mit. 2024 folgten „Jenseits der blauen Grenze” sowie Andreas Dresens historisches Drama „In Liebe, Eure Hilde”, in dem sie die Widerstandskämpferin Liane Berkowitz darstellte.
Theaterarbeit und Engagement am Schauspielhaus Zürich
2023 gab Lena Urzendowsky ihr Theaterdebüt in der Titelrolle von „Brynhild” von Maria Milisavljević bei den Nibelungen-Festspielen Worms unter der Regie von Pınar Karabulut. Dafür erhielt sie den Mario-Adorf-Preis und spendete das Preisgeld an die Seenotrettungsorganisation Sea-Watch sowie Havar-Help. Seit der Spielzeit 2025/2026 gehört sie fest zum Ensemble des Schauspielhauses Zürich. Dort stand sie am 17. Januar 2026 in der Uraufführung von Barbi Markovićs „3 Schwestern” als Lejla auf der Bühne. Am 11. April 2026 folgte die Uraufführung des Stücks „Monster” von Anta Helena Recke, Maxi Menja Lehmann und Anna Froelicher.
Internationaler Erfolg in Cannes
Am 14. Mai 2025 feierte „In die Sonne schauen” von Regisseurin Mascha Schilinski im offiziellen Wettbewerb der 78. Filmfestspiele von Cannes seine Weltpremiere. Lena Urzendowsky spielt darin die Figur der Angelika (Zeitebene 1980er Jahre). Der Film erhielt den Preis der Jury ex aequo gemeinsam mit „Sirât” von Óliver Laxe. Am 21. August 2025 wählte eine von German Films berufene unabhängige Fachjury den Film als deutschen Beitrag für die Kategorie „Bester internationaler Film” der 98. Oscarverleihung aus. Im Dezember 2025 schaffte es „In die Sonne schauen” auf die 15 Titel umfassende Oscar-Shortlist, eine finale Nominierung blieb jedoch aus.
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Häufig gestellte Fragen zur Schauspielerin (FAQ)
Wie alt ist Lena Urzendowsky? Sie wurde am 16. Februar 2000 in Berlin geboren.
Woher stammt die Schauspielerin? Sie wurde in Berlin-Friedrichshain geboren und wuchs in den Stadtteilen Steglitz und Schöneberg auf.
Welche bekannten Filme und Serien von Lena Urzendowsky gibt es? Zu ihren wichtigsten Arbeiten zählen „Das weiße Kaninchen”, „Kokon”, „Dark”, „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo”, „In Liebe, Eure Hilde” und „In die Sonne schauen”.
Welche Auszeichnungen hat sie erhalten? Unter anderem den Grimme-Preis, den Deutschen Schauspielpreis, den Hessischen Fernsehpreis, den Bayerischen Filmpreis und den Mario-Adorf-Preis.
Woran arbeitet sie aktuell? Seit Herbst 2025 gehört sie zum festen Ensemble des Schauspielhauses Zürich; mit „In die Sonne schauen” ist sie zudem international auf Festivals präsent.
Karriere zwischen Film, Theater und Studium
Lena Urzendowsky verbindet ihre Schauspielarbeit mit einem Philosophiestudium an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit der Spielzeit 2025/2026 gehört sie fest zum Ensemble des Schauspielhauses Zürich, wo sie unter anderem in den Uraufführungen „3 Schwestern” und „Monster” auf der Bühne stand. Parallel bleibt sie in Film- und Serienproduktionen aktiv. Mit „In die Sonne schauen” lief 2025 ein Werk auf den Internationalen Filmfestspielen von Cannes, das anschließend in über vierzig Länder verkauft wurde.

