Jean Pütz gehört seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Persönlichkeiten im deutschen Fernsehen. Mit seiner Sendung „Hobbythek” beim WDR hat er Generationen von Zuschauern begeistert und Wissenschaft in die deutschen Wohnzimmer gebracht. Im Frühjahr 2025 sorgte der Kölner Urgestein jedoch nicht wegen einer neuen Produktion für Schlagzeilen – sondern wegen eines ernsten Unfalls im eigenen Zuhause: Jean Pütz erlitt einen Oberschenkelhalsbruch und sprach anschließend ungewohnt offen über das, was ihm dabei widerfahren war.
| Steckbrief | Details |
|---|---|
| Vollständiger Name | Jean Pütz |
| Geburtsdatum | 21. September 1936 |
| Geburtsort | Köln, Deutschland |
| Nationalität | Deutsch-Luxemburgisch |
| Alter | 89 Jahre (Stand 2026) |
| Beruf | Wissenschaftsjournalist, TV-Moderator |
| Bekannteste Sendung | Hobbythek (WDR, ab 1974) |
| Ehefrau | Pina Coluccia (seit 2004, ehemalige Altenpflegerin) |
| Kinder | Jörn Pütz (geb. 1959, Professor für Biochemie, aus erster Ehe); zwei weitere Kinder aus der Ehe mit Pina Coluccia |
| Wohnort | Heiligenhaus, Nordrhein-Westfalen |
Wer ist Jean Pütz?
Jean Pütz wurde am 21. September 1936 in Köln geboren. Nach einer Ausbildung zum Elektromechaniker absolvierte er eine Aufnahmeprüfung für Sonderbegabte an der staatlichen Ingenieurschule Köln, wo er 1959 als Diplom-Ingenieur der Nachrichtentechnik abschloss. Über sein journalistisches Engagement gelangte er schließlich zum WDR. Von 1970 bis 2001 war er festangestellter Redakteur beim Westdeutschen Rundfunk. Mit der Sendereihe „Hobbythek” erklärte er Millionen Zuschauern alltägliche Themen aus Wissenschaft und Technik auf verständliche Weise. Für sein Lebenswerk erhielt er 2018 den Kulturpreis der Eduard Rhein Stiftung – eine der bedeutendsten Auszeichnungen im deutschen Wissenschaftsjournalismus. Bis heute ist er als Referent, Autor und öffentliche Persönlichkeit aktiv.
Der Sturz im April 2025
Der Unfall ereignete sich im April 2025 in Jean Pütz’ eigenem Badezimmer. Ein Teppich wurde ihm zum Verhängnis – er stolperte, verlor das Gleichgewicht und fiel zu Boden. In einem persönlichen Video, das er anschließend auf seinen Social-Media-Kanälen veröffentlichte, schilderte er den Moment in eigenen Worten: „Dann erwischte mich das Schicksal. Ich fiel einfach auf die Nase. Ich hab furchtbare Schmerzen gehabt, als ich da lag, völlig hilflos.”
Die ärztliche Diagnose war eindeutig. Jean Pütz hatte sich eine Hüftfraktur zugezogen – medizinisch als Oberschenkelhalsbruch bekannt. Diese Art von Verletzung ist bei Menschen im fortgeschrittenen Alter besonders risikoreich, da ohne rasche chirurgische Versorgung dauerhafte Einschränkungen drohen.
Operation und Krankenhausaufenthalt
Erfolgreiche OP – schwierige Nachsorge
Die Operation fand am Tag nach dem Sturz statt und verlief nach Angaben von Pütz einwandfrei. Seinen Chirurgen lobte er ausdrücklich: Der Eingriff sei „hervorragend” gewesen. Doch abseits des medizinischen Eingriffs selbst war der Aufenthalt für den damals 88-Jährigen belastend.
Die OP war zunächst verschoben worden. Als Begründung habe es geheißen, es seien „heute schon vier Oberschenkelhalsbrüche” behandelt worden. Die Nacht vor dem Eingriff verbrachte Pütz stark sediert. Nach der Operation wurde er nicht in die orthopädische Abteilung verlegt, sondern in die Geriatrie. Seine langjährigen Medikamente – darunter Blutdruckmittel – wurden ohne ausreichende Absprache ausgetauscht, was zu spürbaren Blutdruckschwankungen führte. Einen Oberarzt habe er trotz mehrfacher Anfragen nie gesprochen.
Eine wichtige Stütze war in diesen Tagen seine Ehefrau Pina Coluccia. Als ehemalige Altenpflegerin war sie vor Ort und sorgte unter anderem dafür, dass die Schmerzmitteldosierung im vertretbaren Rahmen blieb. Pütz brachte es auf den Punkt: „Wenn meine Freunde und Familie nicht gekommen wären – ich wär ‘ne ganz arme Sau gewesen.”
Auf eigenen Wunsch verließ Pütz die Klinik noch vor Ostern. Die Art, wie man ihn dabei begleitete, bezeichnete er als „eine Brutalität sondergleichen.” Das Gefühl, keine eigene Entscheidungsfreiheit besessen zu haben, beschäftigte ihn lange: „Man wird dort regelrecht entmündigt.” Sein abschließendes Fazit, das er selbst auf Facebook formulierte, fasst die Erfahrung treffend zusammen: „Medizinisch hervorragend, menschlich verbesserungswürdig.”
Ein persönlicher Schatten
Was den Knochenbruch für Jean Pütz besonders emotional aufgeladen machte: Seine Großmutter war in den 1980er Jahren an einer gleichartigen Verletzung gestorben – weil es damals keine geeignete Behandlung für sie gegeben hatte. Dass er selbst operiert werden konnte und überlebt hatte, war ihm keine Selbstverständlichkeit.
Wie geht es Jean Pütz heute?
Rund neun Monate nach dem Unfall meldete sich Jean Pütz im Januar 2026 mit einer ermutigenden Nachricht: Er könne wieder laufen. Zwar mit Gehstock, aber er könne laufen. Der 89-Jährige zeigte sich erleichtert: „Jetzt kann ich mit dem Stock wieder einigermaßen gut gehen.”
Gleichzeitig steht er vor einer weiteren gesundheitlichen Herausforderung: Nach eigenen Angaben ist Jean Pütz nahezu erblindet. Lediglich rund zwei Prozent seiner Sehkraft seien ihm verblieben. Trotz allem tritt er weiterhin öffentlich auf und spricht offen über seine Lage – so wie er es sein gesamtes Leben lang getan hat.
Fazit
Jean Pütz schilderte seinen Krankenhausaufenthalt im April 2025 mit ungewohnter Offenheit. Sein Urteil „Medizinisch hervorragend, menschlich verbesserungswürdig” traf einen Nerv – und löste in der Öffentlichkeit eine breite Reaktion aus. Stand Januar 2026 ist er mit Gehstock wieder mobil – und damit nach einem schweren Sturz im 89. Lebensjahr auf einem bemerkenswerten Weg der Erholung.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Musste Jean Pütz nach dem Sturz operiert werden?
Ja. Die Operation fand am Tag nach dem Unfall statt. Pütz lobte den Eingriff selbst als „hervorragend” und äußerte sich ausdrücklich positiv über seinen Chirurgen. Medizinisch verlief die OP nach seinen Angaben einwandfrei – die Kritik bezog sich ausschließlich auf die Nachsorge und die organisatorischen Abläufe im Krankenhaus.
Warum kritisierte Jean Pütz seinen Krankenhausaufenthalt so öffentlich?
Pütz bemängelte mehrere konkrete Punkte: Die Operation wurde zunächst verschoben, seine langjährigen Dauermedikamente – darunter Blutdruckmittel – wurden ohne ausreichende Absprache ausgetauscht, was zu spürbaren Blutdruckschwankungen führte. Einen Oberarzt hat er nach eigenen Angaben trotz mehrfacher Nachfrage nie gesprochen. Er fasste die Erfahrung mit den Worten zusammen: „Medizinisch hervorragend, menschlich verbesserungswürdig.”
Was ist ein Oberschenkelhalsbruch – und warum ist er bei älteren Menschen so gefährlich?
Ein Oberschenkelhalsbruch ist ein Knochenbruch im oberen Teil des Oberschenkelknochens, direkt unterhalb des Hüftgelenks. Bei Menschen im fortgeschrittenen Alter gilt er als besonders risikoreich, da er ohne rasche chirurgische Versorgung zu dauerhafter Immobilität führen kann. Jean Pütz selbst berichtete, dass seine Großmutter in den 1980er Jahren an einer gleichartigen Verletzung gestorben war – weil es damals keine geeignete Behandlung für sie gegeben hatte.
Welche Rolle spielte Pina Coluccia während des Krankenhausaufenthalts?
Seine Ehefrau Pina Coluccia war als ehemalige Altenpflegerin in den Klinikalltag direkt eingebunden. Sie sorgte unter anderem dafür, dass die Schmerzmitteldosierung in einem vertretbaren Rahmen blieb. Pütz machte deutlich, wie entscheidend diese Unterstützung war: „Wenn meine Freunde und Familie nicht gekommen wären – ich wär ‘ne ganz arme Sau gewesen” – womit er in seinen eigenen Worten ausdrückte, wie hilflos er sich ohne diesen Beistand gefühlt hätte.
Ist Jean Pütz trotz seiner gesundheitlichen Einschränkungen noch öffentlich aktiv?
Ja. Trotz eines starken Sehverlusts – nach eigenen Angaben sind ihm noch rund zwei Prozent seiner Sehkraft verblieben – tritt Jean Pütz weiterhin öffentlich auf. Im Januar 2026 meldete er sich in einem YouTube-Video zu gesellschaftspolitischen Themen zu Wort. Er ist außerdem als Autor und Referent tätig und kommentiert aktuelle Entwicklungen regelmäßig über seine Social-Media-Kanäle.

