Du bist dir unsicher, welche Powerbank deinen Laptop überhaupt laden kann? Kein Problem. Dieser Artikel zeigt dir Schritt für Schritt, worauf du achten musst: Wie du die richtige Wattzahl findest, wie du die nötige Kapazität berechnest und welche Ausstattung wirklich sinnvoll ist. Außerdem erfährst du, wie du sicher lädst und welche Regelungen auf Flughäfen gelten.
So findest du heraus, wie viel Strom dein Laptop braucht
Bevor du eine Powerbank kaufst, solltest du genau wissen, was dein Laptop verlangt. Stell es dir vor wie beim Schuhkauf: Du musst zuerst deine Größe kennen.
Schau dir dein Ladegerät genauer an
Dreh dein originales Laptop-Ladegerät um oder lies das Kleingedruckte an der Seite durch. Dort findest du eine Zeile wie „Ausgang: 20 V – 3,25 A“ oder „65 W“. Diese Wattzahl ist dein Richtwert. Deine Powerbank muss über USB‑C einen vergleichbaren Wert liefern – sonst lädt sie deinen Laptop nicht ordentlich auf.
Prüfe Spannung und Stromstärke
Die meisten modernen Laptops laden mit 20 V. Wenn dein Ladegerät mehrere Kombinationen angibt, konzentriere dich auf die 20 V‑Zeile und rechne ganz einfach: Volt × Ampere = Watt. Beispiel: 20 V × 3,25 A = 65 W. Das ist die Mindestleistung, die deine Powerbank erbringen muss.
Kann dein Laptop überhaupt mit einer Powerbank geladen werden?
Nicht jeder Laptop unterstützt das Laden per Powerbank. Dein Gerät braucht einen USB‑C‑Anschluss mit Unterstützung für USB Power Delivery (PD). Die meisten Laptops ab Baujahr 2018 mit USB‑C funktionieren damit problemlos – ältere Modelle oder Geräte mit einem runden, herstellerspezifischen Ladegerät-Stecker hingegen oft nicht. Im Zweifel schaust du auf der Herstellerseite nach.
So berechnest du die richtige Größe der Powerbank
Du kennst jetzt die Anforderungen deines Laptops. Jetzt ermittelst du die passende Kapazität.
Finde die Akkukapazität deines Laptops
Der Akku wird in Wattstunden (Wh) gemessen. Unter Windows öffnest du die Eingabeaufforderung und gibst powercfg /batteryreport ein – damit erstellst du einen detaillierten Akku-Bericht. Auf dem Mac klickst du auf das Apple‑Logo, gehst zu „Über diesen Mac“ und anschließend zu „Systembericht“ – dort findest du unter dem Punkt „Stromversorgung“ alle relevanten Werte. Falls der Akku herausnehmbar ist, steht die Wh‑Angabe direkt auf dem Akku aufgedruckt.
Notiere dir die Wattzahl deines Laptop-Ladegeräts
Diesen Wert hast du bereits im ersten Schritt ermittelt. Du brauchst ihn später, um die Ausgangsleistung verschiedener Powerbanks zu vergleichen. Die Powerbank sollte möglichst nahe an diesen Wert herankommen.
Entscheide, wie viele volle Ladungen du brauchst
Mit dieser einfachen Formel funktioniert es:
Laptop‑Wh × Anzahl der gewünschten Ladungen ÷ 0,85 = benötigte Powerbank‑Wh
Der Faktor 0,85 berücksichtigt Energieverluste bei der Spannungsumwandlung (etwa 15 %). Beispiel: Ein 60 Wh‑Akku, den du zweimal komplett voll laden möchtest, benötigt etwa 141 Wh an Powerbank‑Kapazität (60 × 2 ÷ 0,85 = 141 Wh).
Achte auf die Ausgangsleistung
Die Kapazität sorgt dafür, dass dein Laptop überhaupt Strom bekommt – die Ausgangs-Wattzahl aber entscheidet, ob er auch schnell genug lädt, während du ihn nutzt. Hier eine praktische Übersicht:
| Laptop‑Kategorie | Mindest‑Leistung |
| Ultrabooks, MacBook Air | 30 – 45 W |
| Normale Laptops | 60 – 65 W |
| Leistungsstarke Laptops | 90 – 100 W |
| Gaming‑/Workstation‑Laptops | ab 140 W |
Liefert die Powerbank weniger Leistung, als dein Laptop benötigt, lädt er unter Umständen nur im Ruhezustand auf. Im schlimmsten Fall entlädt sich der Akku sogar schneller, als du ihn aufladen kannst.
Darauf solltest du bei einer Laptop‑Powerbank zusätzlich achten
Kapazität und Wattzahl sind das A und O, aber ein paar weitere Merkmale machen den Unterschied zwischen einem guten Kauf und einer Enttäuschung.
USB‑C Power Delivery (PD)
Hier gibt es keinen Kompromiss. Deine Powerbank muss USB‑C PD unterstützen – am besten PD 3.0 oder neuer. Normale USB‑A‑Ports erreichen maximal 12 W, das reicht für keinen Laptop aus. Schau daher genau in die Produktbeschreibung, ob die PD‑Ausgangsleistung klar angegeben ist.
Anzahl und Art der Anschlüsse
Wenn du gleichzeitig Handy und Laptop laden möchtest, wähle eine Powerbank mit mindestens zwei Ports: einen USB‑C‑PD-Anschluss für den Laptop und einen weiteren USB‑C- oder USB‑A-Port für weiteres Zubehör. Bedenke aber: Die Gesamtleistung verteilt sich meist auf alle genutzten Anschlüsse. Wenn du mehrere Geräte gleichzeitig lädst, lädt alles entsprechend langsamer.
Pass‑through‑Ladung
Pass‑through‑Ladung bedeutet: Du schließt die Powerbank an die Steckdose an, während sie deinen Laptop lädt – so lädst du beide Geräte gleichzeitig auf. Sehr praktisch, wenn du kurz eine Steckdose zur Verfügung hast und alle Geräte auf einmal auffüllen möchtest. Nicht alle Modelle unterstützen diese Funktion – prüfe daher vor dem Kauf, falls dir das wichtig ist.
Sicherheitszertifikate
Achte auf Powerbanks mit Zertifizierungen wie UL, FCC oder CE. Diese Siegel bedeuten, dass das Produkt auf elektrische Sicherheit getestet wurde. Billige, nicht zertifizierte Geräte können schnell überhitzen, einen Kurzschluss verursachen oder im schlimmsten Fall sogar Schäden anrichten.
Wenn du auf der Suche nach einer zuverlässigen Powerbank bist: Eine Anker Powerbank bietet dir eine große Auswahl an Modellen mit USB‑C Power Delivery, integrierten Sicherheitsfunktionen und Kapazitäten, die speziell für das Laden von Laptops ausgelegt sind.
So lädst du deinen Laptop sicher mit einer Powerbank
Die richtige Powerbank zu haben, ist nur die halbe Miete – genauso wichtig ist die korrekte Nutzung.
Stell sicher, dass die Powerbank zu deinem Laptop passt
Überprüfe noch einmal, ob die Ausgangsleistung der Powerbank mindestens der deines Original-Ladegeräts entspricht. Eine deutlich zu schwache Powerbank belastet beide Geräte unnötig, erzeugt übermäßige Wärme und kann auf Dauer die Akkulebensdauer verkürzen.
Nutze ein passendes Kabel und den richtigen Anschluss
Nicht jedes USB‑C‑Kabel ist gleich. Ein Kabel, das nur bis 60 W ausgelegt ist, bremst selbst eine leistungsstarke 100 W‑Powerbank aus. Verwende immer ein Kabel, das für die maximale Leistung deiner Powerbank geeignet ist. Stecke es zudem in den richtigen USB‑C‑Port am Laptop ein – viele Geräte haben mehrere USB-C-Anschlüsse, aber oft unterstützt nur einer davon PD-Laden.
Lade an einem kühlen, sicheren Ort
Vermeide weiche Unterlagen wie Betten, Sofas oder Kissen – diese stauen Wärme ein. Stell Powerbank und Laptop auf eine harte, ebene Fläche mit guter Luftzirkulation. Lass beide Geräte während des Ladens nicht in der prallen Sonne oder in einem heißen Auto liegen.
Die Flugregeln, die du unbedingt kennen musst
Du planst eine Flugreise? Dann gelten strenge Vorschriften für Powerbanks.
Die 100 Wh‑Grenze im Handgepäck
Bei der Lufthansa gelten für Lithium‑Ionen‑Akkus maximal 100 Wh (das entspricht etwa 26.800 mAh). Pro Passagier sind bis zu zwei Powerbanks erlaubt – diese müssen unbedingt im Handgepäck mitgenommen werden. Liegt deine Powerbank zwischen 100 Wh und 160 Wh, benötigst du vor dem Boarding eine ausdrückliche Genehmigung der Fluggesellschaft. Alles über 160 Wh ist vollständig verboten.
Prüfe im Voraus die Regeln deiner Airline
Die 100 Wh‑Grenze ist in Deutschland zwar üblich, internationale Fluggesellschaften haben teilweise strengere Regelungen. Informiere dich immer vor der Reise auf der Website deiner Fluglinie. Einige Anbieter verlangen zudem, dass die Wh‑Angabe gut lesbar auf der Powerbank aufgedruckt ist – prüfe das daher im Voraus.
Fazit
Die passende Powerbank für deinen Laptop zu finden, ist keine Zauberei. Zuerst ermittelst du die Akkukapazität deines Laptops und die Wattzahl des zugehörigen Ladegeräts. Danach berechnest du, wie viel Kapazität du für deine gewünschte Anzahl an Ladungen benötigst. Achte unbedingt auf USB‑C Power Delivery mit ausreichender Wattzahl sowie gültige Sicherheitszertifikate. Dann kannst du deinen Laptop unterwegs zuverlässig laden.

